Geschichte
 

Hintergrundinformationen über den Verein

Wir sind eine Gruppe Deutscher und eine Brasilianerin, die zusammen diesen Verein 1996 gegründet haben. Die Vorsitzende Irene de Melo-Müller lernte durch die Heirat eines Deutschen hier ihre Schwiegermutter kennen. Diese war bis zu ihrem Tod eine sehr karitative, wohltätige Frau. Die Motive, den Verein zu gründen, lagen zum einen darin, daß Frau de Melo-Müller das Werk ihrer Schwiegermutter fortsetzen wollte, und zum anderen in der Absicht, etwas für ihre arme Herkunftsregion zu tun.

Schwerpunkt hierbei lag auf der Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die Gesundheits- und Bildungssituation ist teilweise katastrophal, so daß, wenn nichts getan wird, die Zukunft dieser Menschen vorgezeichnet ist, nämlich eine, die sich von der der älteren Generation kaum unterscheidet. Der Ort des Projektes liegt im Bundesstaat Ceará im Nordosten Brasiliens im Landesinneren 200 km von der Atlantikküste entfernt. Dort liegt die Landeshauptstadt Fortaleza mit mehr als zwei Millionen Einwohnern. Die komplette Infrastruktur in diesem „Interior“ ist weitaus schlechter als in der Großstadt. Es gibt kaum asphaltierte Straßen, keine Kanalisation. Die Schulen sind in einem jämmerlichen Zustand. Die gesundheitliche Betreuung ist minimal. Die Ernährung ist an der Hungergrenze und absolut einseitig. Geburtenkontrolle ist zwar in Brasilien üblich, wird aber in diesen Regionen kaum beachtet. So sind Familien mit sehr vielen Kindern üblich. Das Problem ist dabei, daß sie keine Zukunft haben, in diesen Verhältnissen Perspektiven zu haben mit minimaler Schulbildung und keinen Chancen auf geregelte Arbeit. Im Grunde sitzen sie in einer Zwickmühle: im Landesinneren bleiben, hieße so weiterleben, oder besser gesagt überleben, in die Großstadt zu gehen hieße, den Slumgürtel, der um Fortaleza herum wächst, nur zu vergrößern. Das ist der Ansatzpunkt, hier vor Ort die Möglichkeiten für künftige Generationen zu verbessern. Bisherige Projekte waren die bessere Ausstattung der Schule mit Büchern, Atlanten oder Schreibwerkzeugen und ähnlichen Dingen. Ein weiteres Projekt war der Bau eines Gemeindehauses mit angeschlossenem Kindergarten.

Woher kam bisher das Geld?

Der Verein unternahm in der Vergangenheit verschiedene Aktionen, wie Flohmärkte, eine Caipirinha-Bar und vor allen Dingen fast jedes Jahr im Juni ein großes Sommerfest mit Live-Musik, Tombola und brasilianischen Spezialitäten. Das Fest wird auch dieses Jahr stattfinden. Der Erlös fließt ohne Abzüge in die Projekte, da alle Vereinsmitglieder ehrenamtlich mitmachen. Weitere Geldeingänge kommen durch kleinere Spenden und durch Mitgliedsbeiträge zusammen. Die Vereinsvorsitzende fliegt selbst einmal im Jahr, auf eigene Kosten, in die Region und betreut und kontrolliert die Projekte. Sie bleibt auch immer mindestens drei Monate dort, um auch die Umsetzung der Projekte zu beobachten. So wird sie auch dieses Mal im November 2005 wieder nach Brasilien fliegen. Auch andere Vereinsmitglieder waren schon dort.

 


letzte Änderung: 15.05.2004